Odermatt André (SP)


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André
Odermatt
SP
Geograph, wissenschaftlicher Mitarbeiter UZH
www.andreodermatt.ch


"Der Tourismus trägt den Ruf Zürichs als nachhaltige Stadt in die Welt hinaus und schafft eine breite Palette von Arbeitsplätzen."

Politischer Werdegang
  • Gemeinderat Stadt Zürich 1995-2009
    davon:
  • Präsident des Gemeinderats 1999/2000
  • Präsident der Spezialkommission Polizei- und Tiefbaudepartement und Departement Industreille Betriebe 2004-2006
  • Mitglied der Geschäftsprüfungskommission 2006-2010
  • Vizepräsident SP-Gemeinderatsfraktion 2004-2010

Fragebogen Stadtrats-Kanditaten

JA, ich engagiere mich für den Tourismus, weil:.
... der Tourismus eine breite Palette von Arbeitsplätzen für Qualifizierte, aber auch für weniger Qualifizierte bietet. Ein attraktives touristisches Angebot ist zudem immer eine Visitenkarte, die das Image von Zürich in alle Welt trägt.

Wie beurteilen Sie die Notwendigkeit eines neuen Kongresshauses und wie setzen Sie sich dafür ein?
Zürich braucht ein neues, architektonisch überzeugendes Kongresszentrum mit einer hervorragenden Infrastruktur. Nur so kann das Potential des Kongress- und Tagungstourismus in Zürich ausgeschöpft werden. Ich bin gespannt auf die Standortevaluation des Stadtrates, die im Frühling 2010 präsentiert wird und hoffe, dass ein breit akzeptierter Standort gefunden wird. Als Stadtrat werde ich mich für eine rasche Realisierung einsetzen.

Welche Verbesserungen der Rahmenbedingungen für den Tourismus und die KMU-Freizeitwirtschaft streben Sie an?
Die wichtigsten Ressourcen des Zürcher Tourismus sind die hohe Lebensqualität, das breite Kultur- und Freizeitangebot sowie die intakte Natur. Diese international bekannten Qualitäten Zürichs müssen wir sorgsam pflegen.

Auch für Unternehmen der Touristikbranche ist eine kundenorientierte Verwaltung mit schlanken Abläufen von grosser Bedeutung. Gerade für KMUs braucht es administrative Vereinfachungen, etwa durch verbesserte Information und Koordination (Stichwort „One Stop Shop“).

Wie beurteilen Sie die langfristigen Entwicklungsszenarien des Flughafens Zürich und der internationalen Bahnverbindungen im Lichte steigender Mobilitätsnachfrage?
Der Standort Zürich ist auf eine gute nationale und internationale Verkehrsanbindung angewiesen! Höchste Priorität hat für mich die bessere Anbindung an das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz der Bahn. Schnellen Bahnverbindungen zu den wichtigen europäischen Städten gehört die Zukunft – auch als Alternative zu Kurzstreckenflügen.
Der Flughafen ist Zürichs wichtigste Verbindung zur Welt. Die weitere Entwicklung des Flughafens muss aber die Interessen der Bevölkerung berücksichtigen, was An- und Abflüge über dicht besiedeltes Gebiet wie Schwamendingen ausschliesst.

Ist eine neue, integrierte Standortmarke Zürich für den Wirtschafts-, Wissens- und Erlebnisstandort nötig und welche Rolle soll die öffentliche Hand einnehmen?
Eine neue, integrierte Standortmarke Zürich muss unter Einbezug aller Akteure, d. h. insbesondere der Stadt Zürich, des Kantons Zürich, Zürich Tourismus und weiteren Verbänden erarbeitet werden. Die öffentliche Hand soll dabei den Lead übernehmen, da sie die Rahmenbedingungen stark prägt.

Soll ein internationales Standort- und Destinationsmarketing durch die öffentliche Hand mitfinanziert werden?
Ja, wenn sich die übrigen Akteure ebenfalls angemessen daran beteiligen.

Was wollen Sie zur Steigerung der internationallen Aktivitäten von Zürich im Tourismus unternehmen?
Primär gilt es die hohe Lebensqualität sowie das Kultur- und Freizeitangebot zu pflegen und qualitativ weiterzuentwickeln. Grosse Potentiale sehe ich bei der Förderung des Wissens- und Forschungsplatzes sowie der Kreativwirtschaft. Zudem sollte sich Zürich international als Metropole der Nachhaltigkeit positionieren und dies touristisch nutzen.

Wie die Gesamtwirtschaft steht der Tourismus vor den grundlegenden Herausforderungen der Nachhaltigkeit. Wie unterstützen Sie den Wandel zur 2000-Watt-Gesellschaft?
Als Gemeinderat war ich stark engagiert bei der Verankerung der Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft in der Gemeindeordnung. Nachhaltigkeit ist für mich die Leitlinie für alle zukünftigen Massnahmen der Stadt Zürich. Ökologische Investitionen sind dabei immer auch Investitionen in die Wirtschaft Zürichs und schaffen zukunftsweisende Arbeitsplätze in innovativen Branchen. Zürich Tourismus könnte sich über klimaneutrale Tourismusangebote, wie sie auch Arosa anbietet, international profilieren.

Ihre persönliche Quote zum Thema Tourismus:
Der Tourismus trägt den Ruf Zürichs als nachhaltige Stadt in die Welt hinaus und schafft eine breite Palette von Arbeitsplätzen.